Hungrig nach mehr

Bild: Kingston

Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Im Juli dieses Jahres hat Kingston Fury, ein Geschäftsbereich von Kingston Technology Europe, seine neuen Hochleistungsspeicher auf den Markt gebracht. Mit Einzelmodul-Kapazitäten von 8 GB bis 32 GB und Kit-Kapazitäten zwischen 16 GB und 128 GB setzen die Arbeitsspeicher neue Massstäbe und ermöglichen es Gamern und Streamern, ihre Builds für die Anforderungen der nächsten Spielegeneration fit zu machen.

Wonach aktuelle Spiele verlangen, welche Spiele Meilensteine in Sachen RAM-Anforderungen gesetzt haben und ob es für anstehende Veröffentlichungen ein Upgrade bedarf, zeigt Kingston Technology im Folgenden auf. Wie viel RAM für ein Spiel benötigt wird, hängt immer auch davon ab, ob Spiele in einzelnen Sitzungen gespielt werden oder eher Streaming und Multitasking gefragt sind. Für das Spielen von AAA-Titeln werden im Moment 8 GB als absolute Grundvoraussetzung angesehen. Allerdings steigen die Anforderungen an den RAM bereits – besonders dann, wenn die Entwickler sich dafür entscheiden, den Content-Gehalt ihres Werks nach oben zu schrauben.

Open Skies

Die ungeschlagene Nummer 1 in Sachen RAM-Hunger ist unzweifelhaft ein Spiel, das dem Begriff „Open World“ so nahekommt wie kaum ein anderes: Seit dem vergangenen Jahr können Enthusiasten wieder mit dem Microsoft Flight Simulator abheben. Der jüngste Ableger der Urgestein-Spielereihe, der auf eine Ahnenreihe bis in die achtziger Jahre zurückblickt, hat allerdings einen hohen RAM-Preis: Zwar gibt Microsoft als technisches Minimum eine Kapazität von 8 GB an, faktisch wird der Simulator jedoch erst ab 16 GB wirklich spielbar. Denn der Flight Simulator bietet die Möglichkeit, weltweit durch die Lüfte zu gleiten, und greift dafür unter anderem auf 3D-Daten von Bing Maps zurück und lässt die dreidimensionale Umgebung von der hauseigenen Plattform Azure berechnen – entsprechend oft müssen diese Informationen nachgeladen werden, um den Ansprüchen der Hobbypiloten von heute gerecht zu werden. Wer sein Flugerlebnis darüber hinaus in 4K, mit Echtzeit-Wetterdaten und VR-Brille in ganz neue Sphären heben möchte, für den sind unweigerlich 32 GB absolute Pflicht – denn in der Theorie verschlingen die Texturen für den gesamten Globus in höchster Auflösung nicht weniger als vier Petabyte an Speicherplatz.

Der Dauerbrenner

Stolze 12 Jahre ist es bereits her, dass die erste Version von Minecraft zum Download angeboten wurde. Was als simples Klötzchen-Bauspiel begann, ist seither zu einem milliardenschweren Gaming-Franchise herangewachsen – und damit auch der Bedarf an Arbeitsspeicher. Besonders ambitionierte Projekte widmen sich gar Aufgaben wie denen, Tolkiens Welten möglichst detailgetreu nachzubilden oder eine virtuelle Bibliothek aufzubauen, um Menschen aus aller Welt zensurfreien Zugang zu Büchern und Artikeln zu bieten. Zwar hat sich theoretisch an den damaligen Mindestanforderungen von 4 GB RAM bis heute nichts geändert. Doch wer sich mit einem solchen Setup dem Sog des süchtig machenden Weltenbausimulators von Mojang stellen will, dessen System zwingt Minecraft mit Leichtigkeit in die Knie. Mindestens 8 GB sollten es definitiv sein, um seiner Kreativität vollen Lauf lassen zu können, braucht ein zeitgemässes Build jedoch zwingend 16 GB.

Module über Module

Seit 2015 begeistert Cities: Skylines aus dem Hause Colossal Order Städtebau-Fans weltweit. Schon die zahlreichen Möglichkeiten und Funktionen, die die Vanilla-Version des Spiels bietet, haben ihren Teil dazu beigetragen, dem einstigen Platzhirschen SimCity den Rang abzulaufen. Die anhaltende Beliebtheit des Spiels jedoch gründet auf der riesigen Modder-Community. Denn Cities: Skylines bietet in der PC-Version die Möglichkeit, eigene 3D-Objekte zu kreieren und sie online (etwa im Steam-Workshop) zum Download anzubieten und in die selbst erschaffenen virtuelle Städte zu integrieren. Ob minutiös bis ins kleinste Detail nachgebildete Pflanzen und Bäume oder aufwändig mit CAD-Programmen erstellte Wolkenkratzer – für jeden Bedarf finden sich geeignete Objekte. Aus der Neugierde und Faszination, seine Kreationen weiter auszuschmücken, wird in Sachen Arbeitsspeicher jedoch schnell Ernst, denn all jene schönen Objekte ziehen die Ladezeit sehr schnell in die Länge – mehrere Minuten darauf zu warten, dass eine Stadt geladen ist, ist keine Seltenheit. In Fanforen kursieren zahlreiche Statements von Enthusiasten, die für Tausende von zusätzlich heruntergeladenen Items ihre Systeme auf bis zu 64 GB RAM hochgezüchtet haben – und dennoch noch immer nicht zufrieden sind.

Düstere Zukunft

Von den Fans lange Jahre sehnlichst erwartet, erschien im vergangenen November der Open-World-Hit Cyberpunk 2077 von CD Projekt RED. Das im düster-dystopischen Stil gehaltene Sci-Fi-Werk rund um den Söldner V in der fiktiven Stadt Night City verkaufte sich seit dem Erscheinen millionenfach. Die grossen Ambitionen der Entwickler hatten jedoch ihren Preis: Nicht nur in Bezug auf den Grafik-, sondern auch auf den Speicherhunger verlangt das Spiel seinen Fans einiges ab. Wer die raue Zukunftsvision der Developer in vollen Zügen geniessen und ohne Probleme durch die Dunkelheit ziehen will, kommt um 12 oder noch besser 16 GB Arbeitsspeicher nicht herum. Letzteres gilt insbesondere für all jene, die die Cyberpunk-Welt in 4K und mit aktiviertem Raytracing erleben möchten – ein deutliches Beispiel dafür, dass es auch in Bezug auf die optische Wirkmächtigkeit eines Spiels nicht nur auf die Grafikkarte ankommt.

Survival of the Fastest

Stichwort Dystopie: Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch das Survival-Game Escape from Tarkov. Der First-Person-Shooter mit deutlichen Anleihen aus der MMPORG-Welt aus dem Hause Battlestate Games spielt in einer fiktiven Region Russlands und schickt in klassischer Multiplayer-Manier zahlreiche Spieler gleichzeitig in den Kampf ums Überleben. Escape from Tarkov befindet sich dabei seit 2017 in einer sogenannten Open-Beta-Phase – und ist bei den Fans gleichermassen aufgrund seiner starken Immersion und der Atmosphäre geliebt wie aufgrund seines RAM-Bedarfs gefürchtet. 16 GB Arbeitsspeicher kursieren als absolutes Minimum, um das Spiel auf angemessene Art und Weise geniessen zu können – empfohlen sind in Fankreisen jedoch deutlich mehr.

What’s next?

Die Entwicklung, sowohl auf Seiten der Hardware als auch bei den Games selbst schreitet erneut rasant voran. Aktuell empfehlen sich also 16 GB RAM, um bei Neuerscheinungen genügend Spielraum zu haben. Noch 2021 sollen beispielsweise die neuesten Ableger von so hochkarätigen Spieleserien wie Battlefield, Far Cry und Call of Duty erscheinen – und für sie alle sind 16 GB Arbeitsspeicher zumindest empfohlen. Es steht nicht zu erwarten, dass sich der Trend hin zu immer mehr RAM in absehbarer Zeit abschwächt – im Gegenteil. Es steht zu erwarten, dass sich Cloud-Gaming-Dienste durchsetzen und entsprechend mit ihnen auch der Datenhunger wächst. Und da mehr und mehr Gamer auch selbst streamen möchten, dürfte sich die Entwicklung sogar noch beschleunigen. „Hinter dem allgegenwärtigen Hype auf dem Grafikkartenmarkt wird gerne vergessen, welch zentrale Bedeutung Arbeitsspeicher für Games wirklich besitzt“, sagt Christian Marhöfer, Regional Director DACH, Benelux und Nordics bei Kingston. „Wir werden kurz- bis mittelfristig erleben, dass der Bedarf an mehr RAM aus zahlreichen Gründen deutlich anziehen wird und es sich für Gamer daher zunehmen lohnen wird, bei der Auswahl ihres Arbeitsspeichers genauer hinzusehen.“

Medienpartner

1071210-Expo-GG-Banner-348x308px-LetsTalk-ENG-0921.jpg
cno21_button_300x250pix_itbusiness.png
IT-Business_Banner.png
rz_smidex_banner_itbuisiness_neu.jpeg