«it business» ist online

Die neue Ausgabe von "it business" ist online.

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Liebe Leserinnen und Leser von «it business – Das Schweizer Fachmagazin für ICT». Wir freuen uns, Ihnen die druckfrische Frühlingsausgabe 1/2026 von «it business» präsentieren zu dürfen.

Digitale Souveränität wird zur Pflicht

Liebe Leserschaft
In vielen IT-Abteilungen gehört die Cloud längst zum Standard. Die Kontrolle darüber ist aber oft nicht oder nur spärlich vorhanden. Dadurch, dass die Schweiz digital gut aufgestellt ist, wächst auch gleichzeitig die Abhängigkeit in zentralen Bereichen von internationalen Plattformen.
Da die Cloud, KI und globale Anbieter immer mehr Tempo und Innovationen bringen, verschiebt sich gleichzeitig auch die Kontrolle über die Daten und Systeme. Digitale Souveränität ist deshalb keine politische Debatte mehr, sondern eine operative Frage und schlichtweg ein Muss. Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen, stehen aber vor einem klaren Zielkonflikt: Effizienz und Skalierbarkeit auf der einen Seite, Kontrolle und Transparenz auf der anderen. Gesetze wie der CLOUD Act machen deutlich, dass Datenflüsse nicht an Landesgrenzen stoppen. Denn dieser CLOUD Act umgeht die Bestimmungen der internationalen Rechtshilfe und verpflichtet USClouddienstanbieter, den zuständigen US-Strafverfolgungsbehörden Zugang zu Kundendaten zu verschaffen, auch wenn diese ausserhalb der USA gespeichert sind.
Viele Unternehmen haben keinen vollständigen Überblick darüber, wo ihre Daten liegen und wer darauf zugreift. Das ist kein Ausnahmefall, sondern Alltag. Gleichzeitig zeigt sich eine wachsende Abhängigkeit von externen IT-Anbietern, sei es bei Infrastruktur, Plattformen oder Identitäten und gleichzeitig verändert sich die Bedrohungslage. Cyberangriffe werden durch KI schneller, automatisierter und ausgeklügelter. Die Cloud schafft zwar Effizienz, bringt aber neue Abhängigkeiten und zusätzliche Risiken mit sich. Der Bund arbeitet an Massnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Die Richtung stimmt, entscheidend ist aber, was in den Unternehmen selbst passiert. Viele sprechen über Souveränität, setzen sie aber noch nicht konsequent um. Am Ende geht es nicht um Abschottung, sondern um Kontrolle. Kritische Daten, Systeme und Identitäten müssen bewusst gesteuert werden. Ohne klare Strategie und Governance geht diese Kontrolle schrittweise verloren.
Die entscheidende Frage ist eigentlich ganz einfach: Wie unabhängig will die Schweiz in einer vernetzten Welt wirklich sein?

Herzlichst Ihre
Petra De Meo

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