Ist das der ERP-Einstieg light?

ERP-Lösungen sollten auch als SaaS Branchenspezifika erfüllen – etwa die der Chemieindustrie. ERP-Lösungen sollten auch als SaaS Branchenspezifika erfüllen – etwa die der Chemieindustrie.

    Fast alle relevanten ERP-Anbieter haben ihre Lösungen mittlerweile auch als Software-as-a-Service-(SaaS-)Version am Markt. Doch viele zögern noch, den vermeintlich grossen Schritt in die Cloud zu tun. Dabei heisst As-a-Service gar nicht immer Cloud.

    Die Langwierigkeit und die Komplexität von ERP-Einführungen sind Legende. Umso verführerischer erscheinen heute fertig konfektionierte ERP-SaaS-Angebote, bei denen sich die Anwender auf den entsprechenden Plattformen im Prinzip nur anmelden müssen, die Systeme und Funktionen ihrer Wahl auswählen, per Knopfdruck aktivieren, die Nutzer noch schulen – und loslegen können.

    Unkompliziert starten
    Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber der erste grosse Vorteil von SaaS-Lösungen liegt auf der Hand: Wer auf reine Standardsoftware setzt, kann mit ERP-Lösungen im Mietmodell schnell und unkompliziert starten. Die ersten Nutzer können nach wenigen Tagen die ersten Funktionen für komplette Prozesse nutzen und nicht erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren. Zwar können solche Lösungen in ihrer Funktionsbreite nicht mit klassischen Vor-Ort-Installationen mithalten – schon gar nicht mit Blick auf individuelle Anforderungen, die Unternehmen in der Regel haben. Doch bietet ein derart schlanker Start den grossen Vorteil, dass die Unternehmen und ihre Nutzer schnell Erfahrungen sammeln können. Bereits in klassischen Einführungsprojekten galt die Regel: Je schneller Kunden mit einem ERP-System anfangen zu arbeiten, umso reibungsloser läuft die Lösung am Ende und umso zufriedener sind die Nutzer. Darüber hinaus ist eine SaaS-Lösung auf Cloud-Basis als solche nicht langfristig in Stein gemeisselt. Unternehmen können auch in späteren Stadien der Einführung immer noch entscheiden, ob sie langfristig bei SaaS in der Cloud bleiben wollen oder am Ende doch den Betrieb auf Basis eigener Infrastruktur («on premise») bevorzugen. So verfügen Unternehmen über eine grosse Flexibilität bei der ERP-Einführung, verwenden zunächst nur die SaaS-Basisfunktionen in der Cloud, können später aber immer noch auf eine Installation vor Ort mit mehr und individuellen Funktionen umsteigen.

    Private oder Hybrid Cloud
    Wer sich mit SaaS-Lösungen für einen solchen «ERP-Einstieg light» entscheidet, sollte jedoch einige wichtige Grundregeln beachten: Als Hosting-Grundlage kommt vor allem aus Datenschutzgründen nur eine Private Cloud in Betracht oder eine hybride Cloud aus Private Cloud und eigenen Onpremise-Systemen. Aus dem Blickwinkel des Datenschutzrechts sind Schweizer Unternehmen zudem auf der sicheren Seite, wenn sie Anbieter wählen, die auch das Hosting aus Schweizer Rechenzentren anbieten. Und vor allem gelten auch für ein ERP-as-a-Service die gleichen Bewertungskriterien wie für die On-premise-Lösungen – allen voran die strikte Branchenorientierung, wie sie sich auf dem Markt weitgehend durchgesetzt hat. Bei der GUS Schweiz als ERP-Anbieter zum Beispiel sind dies die Prozessindustrien der Life-Science-Branchen, allen voran Pharma, Lebensmittel und Chemie. Die GUS-Branchenlösungen haben vor allem auch den Vorteil, dass sie mit Blick auf ihr stark reguliertes Umfeld bereits vorvalidiert sind, sodass die Anwenderunternehmen ohne weitere Anpassungen und von Anfang an gesetzeskonform arbeiten. Apropos Anpassungen: Individuelle Einstellungen in der Software – egal ob SaaS oder traditionell – sollten sich vor allem über Parametrisierung realisieren lassen und möglichst nicht durch Software-Entwicklung. Denn nur so bleibt das System voll im Standard und damit komplett update-fähig.

    Agiler Sprint
    Alle relevanten ERP-Anbieter bieten ihre Lösungen mittlerweile auch in Form von SaaS an. Deshalb ist davon auszugehen, dass mehr und mehr Anwender guten Gewissens auf diese Option zurückgreifen. Denn das gewohnte ERP-Angebotsspektrum steht nun auch voll in Form des SaaS-Betriebsmodells zur Verfügung, ist de facto zum Mainstream geworden. Natürlich stellt auch SaaS kein Allheilmittel dar, was die Einführung von ERP-Systemen angeht. Doch Unternehmen gewinnen damit vor allem am Projektanfang viel an Flexibilität und Experimentierfähigkeit. Die Einführung wird vom Kraftakt zum agilen Sprint mit mehreren Etappen. 

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