Der Telekommunikationsanbieter peoplefone feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. CEO Christophe Beaud blickt auf wichtige Meilensteine in der Firmengeschichte zurück und sagt, welche Pläne er für die Zukunft hat.
Seit 20 Jahren prägt peoplefone die VoIP-Telefonie – CEO Christophe Beaud erklärt, wie aus einer Idee ein europaweit tätiger Anbieter wurde.
it business: 2005 starteten Sie mit einem USB-VoIP-Phone und stiessen auf Skepsis. Was hat Sie trotzdem überzeugt, weiterzumachen?
Christophe Beaud: Einerseits sicher meine Hartnäckigkeit, die mich noch heute auszeichnet. Je schwieriger etwas ist, desto mehr weckt es meinen Ehrgeiz und meinen Willen, dranzubleiben. Andererseits war ich schon in jungen Jahren ein visionärer Typ, der Chancen erkannte und ein gutes Gefühl für den Markt hatte.
Was hat Sie 2011 dazu gebracht, vom Privatkunden zum Firmenkunden zu wechseln?
Wir stellten früh fest, dass sich das Firmenkundengeschäft besonders gut für die VoIP-Telefonie eignet. Unsere Installationspartner sind dabei die Schlüsselpersonen: Dank unseres Vertriebsmodells haben Endkundinnen und Endkunden eine zentrale Ansprechperson und erhalten so schneller die passende Unterstützung.
Welches Land war beim internationalen Aufbau die grösste Herausforderung und weshalb?
Jedes Land stellte auf seine Art eine Herausforderung dar. Obwohl es EU-Gesetze für die Telekommunikation gibt, setzen die Länder diese sehr unterschiedlich um. Besonders in Europa werden die Regulierungen restriktiver – das machte unseren Weg bei der Expansion in die Nachbarländer nicht einfach.
Welche technologischen und regulatorischen Hürden erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
Der Cybersecurity-Bereich wird immer komplexer, und man muss als Firma laufend darin investieren. Mit unserer technischen Infrastruktur, den State-of-the-Art-Schutzsystemen, Anti-Hacking-Algorithmen sowie unserer redundanten Datacenter-Struktur haben wir die richtige Basis, um die strengen EU-Richtlinien NIS2 im Bereich Cybersecurity zu erfüllen. Aber auch hier gilt es, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, um vorausschauend agieren zu können.
Was bedeutet Ihnen das 20-Jahr-Jubiläum persönlich und wo sehen Sie peoplefone in weiteren zehn Jahren?
In erster Linie bedeutet es einen grossen Dank an all unsere Mitarbeitenden – sie machen peoplefone täglich zu dem, was wir sind. Die Identifikation mit der Firma ist sehr hoch, das ist keine Selbstverständlichkeit. Und natürlich sind meine Frau Danette und ich stolz darauf, was wir geleistet haben. Obwohl es bereits 20 Jahre her ist, wirkt es für uns, als hätten wir peoplefone erst vor zwei Jahren gegründet – der Start-up-Spirit ist nach wie vor spürbar. In Zukunft werden wir den eingeschlagenen Weg mit neuen Technologien weitergehen, kontinuierlich vielversprechende Innovationen aufspüren und peoplefone mit unserem Team weiterbringen. Künstliche Intelligenz wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Entsprechende Tools werden wir sukzessive in unsere heutigen Telefonielösungen integrieren.
Herr Beaud vielen Dank für das Gespräch und Ihren Einblick in Ihre Zukunftspläne.