Work-Life-Balance: Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?

    pdm

    Liebe Leserinnen und Leser

    Sind Sie zufrieden mit Ihrer Work-Life-Balance? Was bedeutet das überhaupt? Wikipedia erklärt diesen Begriff folgendermassen: Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung Work-Life-Balance stammt aus dem Englischen: Arbeit, Leben, Gleichgewicht.
    Klingt schön! Ist aber meiner Meinung nach eher als utopisch zu betrachten. Ermöglicht der heutige Arbeitsmarkt überhaupt diese Balance? Kann man diese Balance in der heutigen schnelllebigen Zeit, wo dank Smartphone und Co. ständige Erreichbarkeit gewährleistet ist, überhaupt auch leben? Egal, ob Mann oder Frau, heutzutage lassen sich Kind, Haushalt, Freizeit und Beruf immer schwieriger miteinander in Einklang bringen, ohne dass irgendwas zu kurz kommt.
    Die Ansprüche an Arbeitsuchende steigen stetig. Wenn ich Jobanzeigen lese, habe ich den Eindruck, dass für jeden Beruf mittlerweile ein Hochschulabschluss oder Studium erwartet wird. Zum Teil sehr realitätsfremd. Doch was ist denn überhaupt wichtig beim Job oder bei der Jobsuche? Fakt ist, dass laut einer vor Kurzem erschienenen Studie des Personaldienstleisters Robert Half ein Viertel (26 %) der Schweizer Befragten mit
    dem Job unzufrieden sind. 59 % der Unzufriedenen bemühen sich bereits um einen Jobwechsel. Jedoch möchte ein Drittel trotz anhaltendem Arbeitsfrust das Unternehmen nicht verlassen. Die Gründe für das Ausharren sind vielfältig: Jeder Zweite (52 %) nennt Vorzüge des aktuellen Arbeitgebers wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt. 29 % der Unzufriedenen möchten sich nicht von den Kollegen im Team trennen. Jeder fünfte Betroffene (19 %) glaubt nicht, dass sich seine Situation in einem anderen Unternehmen verbessern würde. Nicht gerade beruhigend, wenn man aus diesen Gründen auf die Zufriedenheit verzichtet. Es sollte Unternehmer wachrütteln, dass ein Viertel der Arbeitnehmer unzufrieden und die Mehrheit davon bereits auf der Suche nach einem neuen Job ist. So eine Stellensuche gestaltet sich jedoch manchmal schwierig. Lange Bewerbungsprozesse, Unsicherheit, ob die eigene Qualifikation ausreicht, schon ein gewisses Alter erreicht und gefühlt schlechtere Rahmenbedingungen führen dazu, dass Arbeitnehmer schon gar nicht erst die Jobsuche antreten.
    Dass der eine oder andere Arbeitnehmer mal eine Krise hat, ist ja eigentlich ganz normal. Nur leider entwickeln sich solche Durststrecken immer mehr zum Normalzustand, was beunruhigend ist. Die Zufriedenheit, einen Beruf auszuüben, der einen glücklich und zufrieden macht, sollte noch vor einem hohen Lohn an oberster Stelle stehen. Was nützt ein Job, den man nicht mag, mit dem man viel Geld verdient? Geld allein macht schlussendlich ja auch nicht glücklich. Und die Unzufriedenheit im Job wirkt sich am Ende in Form eines Burnouts auf alle Bereiche im Leben aus. Dann redet man eben nicht mehr von einer Work-Life-Balance. 

    Ihre Petra De Meo
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