Umsatzeinbussen in der wachsenden Datenflut

Bild: 123rf/Fractal

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Acht von zehn Finanzdienstleistungsunternehmen haben Schwierigkeiten, aus der zunehmenden Datenflut einen Mehrwert für ihr Unternehmen zu schaffen.

Die zunehmende Digitalisierung produziert eine immer grössere Datenflut, die noch deutlich ansteigen wird. Einen beträchtlichen Anteil daran haben die digitalen Interaktionen im Online-Handel, denn jeder Kauf im Internet zieht digitale Zahlungsgeschäfte nach sich, die über Finanzdienstleister abgewickelt werden. Zudem nutzen auch Kunden im stationären Handel immer häufiger die Kartenzahlung. Ein Teil der ansteigenden Datenflut geht auch auf das Konto neuer Geschäftsmodelle wie die der Fintechs, die benutzerfreundliche, schnelle und intelligente digitale Banklösungen entwickeln. Die dabei gesammelten Echtzeit-Daten können für Unternehmen äusserst wertvoll sein. Ihren wahren Mehrwert entfalten sie aber nur für jene Finanzdienstleister, die es schaffen, Echtzeit-Daten und historische Daten zu verbinden. Der Grund: Aus der Verknüpfung dieser Daten in Echtzeit lassen sich schnelle, dedizierte Geschäftsentscheidungen treffen und damit Marktvorteile sichern. Um zu verstehen, wie Unternehmen auf diese Herausforderungen reagieren, hat Hazelcast eine globale Studie unter Business- und IT-Entscheidern in Finanzdienstleistungs- und Einzelhandelsunternehmen in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse für den Finanzdienstleistungssektor im Überblick:

  • Mehr als zwei Drittel (64 %) der Finanzdienstleistungsunternehmen haben in den letzten 12 Monaten einen deutlichen oder sehr deutlichen Anstieg der Daten aus Anfragen und Interaktionen von Kunden verzeichnet. Hier liegt der Durchschnitt im Finanzdienstleistungssektor um 4% niedriger als im weltweiten Vergleich beider befragten Sektoren (Finanzdienstleistung + Einzelhandel
  • Lediglich 21% der Finanzdienstleistungsunternehmen gaben an, keine Schwierigkeiten bei der Verknüpfung von Echtzeitdaten mit historischen Daten zu haben. Für 79 % der Finanzdienstleistungsunternehmen ist es demnach eine Herausforderung, die Datenflut zugunsten von besseren Erkenntnissen für ihre Kundenansprache zu nutzen.
  • 55 % der Finanzdienstleister sind der Meinung, dass die grössten Nachfragespitzen durch soziale Medien und virale Memes ausgelöst wurden. Betrachtet man die Gesamtheit aller befragten deutschen Unternehmen (Einzelhandel + Finanzdienstleistung) gestaltet sich hierzulande die Situation etwas anders: Im Schnitt sind in Deutschland nur 44 % der Meinung, dass soziale Medien und virale Memes die größten Nachfragespitzen generieren (in den USA 54 % und UK 51 %).
  • Drei Viertel aller Finanzdienstleistungsunternehmen (76 %) plant, in den nächsten sechs bis 12 Monaten verstärkt in In-Memory-Technologien zu investieren. Diese Technologie hilft, die Verknüpfung von Echtzeitdaten mit historischen Daten zu bewerkstelligen und einen Mehrwert aus den Daten zu ziehen. Ebenfalls 74 % wollen sich auf Stream Processing konzentrieren.

Globale Studienergebnisse aus der Gesamtbefragung Einzelhandel + Finanzen

  • Die Studie zeigt, dass 8 von 10 (79 %) Unternehmen Schwierigkeiten haben, Echtzeitdaten zu nutzen und sie mit historischen Daten zu kombinieren. Interessant: Während 80 % der US-amerikanischen und sogar 88 % der britischen Befragten hierin eine Herausforderung sehen, schneiden die Deutschen mit 73 % im internationalen Vergleich besser ab
  • Die Umfrage ergab auch, dass die Befragten im Durchschnitt erwarten, dass die spezifische Nutzung relevanter Kundendaten zum Zeitpunkt der Interaktion die Konversionsraten um fast 45 % steigern würde. (Deutschland 46 %, USA 47 %, Grossbritannien 41 %)
  • Sieben von zehn Unternehmen (70 %) gaben an, dass sie ihre Fähigkeit zum Abschluss von Verkäufen und Sonderangeboten verbessern könnten, wenn sie zum Zeitpunkt der Interaktion mit mehr relevanten Kundeninformationen ausgestattet wären.

Der Report steht hier zum Download bereit.