Der Onlinehandel in der Schweiz ist 2025 weiter gewachsen. Laut Branchenzahlen wurden Güter im Wert von 15,8 Milliarden Franken online verkauft.
Der Schweizer B2C-Onlinehandel hat 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Laut Zahlen des Handelsverbands.swiss, NielsenIQ GfK und der Schweizerischen Post wurden Waren im Wert von 15,8 Milliarden Franken online an Privatpersonen mit Lieferadresse in der Schweiz verkauft. Das entspricht einem Wachstum von rund 6 Prozent beziehungsweise etwa 900 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Die Daten basieren auf einer Befragung von Händlern sowie auf Schätzungen für grössere Anbieter, die ihre Zahlen nicht veröffentlichen. Insgesamt flossen Angaben von rund 350 Händlern in die Auswertung ein. Da die Inflation 2025 bei lediglich 0,2 Prozent lag, wird der Zuwachs fast vollständig als reales Mengenwachstum interpretiert. Der stationäre Detailhandel entwickelte sich deutlich schwächer. Gemäss GfK-Marktmonitor wuchs der Gesamtmarkt nominal um rund 1 Prozent. Der Grossteil der Onlineumsätze entfällt weiterhin auf Anbieter mit Schweizer Domain. Sie erzielten rund 13 Milliarden Franken Umsatz und damit etwa 82 Prozent des gesamten Onlinevolumens. Einkäufe bei ausländischen Anbietern erreichten rund 2,8 Milliarden Franken. Besonders Plattformen wie Temu und Shein trugen laut Branchenbeobachtern zum Wachstum im grenzüberschreitenden Onlinehandel bei. Der Anteil des Onlinehandels am gesamten Schweizer Detailhandel steigt damit weiter. Die 13 Milliarden Franken Umsatz bei Schweizer Anbietern entsprechen etwa 12,5 Prozent des Gesamtmarktes von rund 104 Milliarden Franken. Im Non-Food-Bereich wird inzwischen fast jeder fünfte Franken online umgesetzt. Der Onlineanteil liegt hier bei rund 19,7 Prozent. Im Food- und Near-Food-Segment stagniert der Onlineanteil dagegen. Die grössten Online-Warengruppen bleiben Heimelektronik mit rund 3,64 Milliarden Franken Umsatz, gefolgt von Fashion und Schuhen mit etwa 2,09 Milliarden Franken sowie Home und Living mit rund 1,9 Milliarden Franken. Besonders stark entwickelte sich 2025 die Kategorie Heimelektronik mit einem Wachstum von rund 11 Prozent. Für 2026 erwarten Branchenbeobachter weiterhin Wachstum, allerdings etwas moderater. Prognosen gehen von etwa 5 Prozent Zuwachs aus. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbsdruck hoch, vor allem durch internationale Plattformen. (aso)