KI spart Zeit, aber viele Firmen verlieren einen Teil davon sofort wieder durch Korrekturen. Ein Workday Report zeigt, wo der Hebel wirklich liegt.
Viele Unternehmen feiern KI als Produktivitätsbooster, doch ein Teil der gewonnenen Zeit verpufft im Alltag wieder. Laut einer neuen Workday Studie gehen rund 40 Prozent der mit KI eingesparten Zeit durch Nachbesserungen verloren, etwa durch Korrigieren, Umschreiben und Validieren von Ergebnissen. In der Schweiz sagen 71 Prozent der Befragten, dass sie durch KI im letzten Jahr produktiver wurden. Gleichzeitig nutzt erst knapp die Hälfte KI Tools im Arbeitsalltag. Und selbst dort, wo KI eingesetzt wird, entsteht Mehraufwand: 54 Prozent investieren wöchentlich ein bis zwei Stunden, um KI Outputs nachzubessern. Workday sieht darin ein Muster. KI beschleunigt zwar Abläufe, aber Prozesse, Rollen und Skills sind oft nicht darauf ausgerichtet, diese Geschwindigkeit in bessere Resultate zu verwandeln. Besonders deutlich wird die Lücke bei Weiterbildung. 63 Prozent der Führungskräfte sagen, ihr Unternehmen priorisiere Reinvestitionen in Qualifizierung. Auf Mitarbeitendenebene spüren das aber nur 36 Prozent. Statt in Menschen fliesst das Geld häufiger in Technik. Unternehmen investieren die Einsparungen eher in neue Technologie als in Training. Und die zusätzliche Kapazität endet nicht selten in noch mehr Arbeit. Organisationen mit positiven KI Erfahrungen nutzen die gewonnene Zeit dagegen eher für Analyse, bessere Entscheidungen und strategisches Denken. Gerrit Kazmaier, President Product and Technology bei Workday, sagt: „Zu viele KI Tools verlagern die schwierigen Fragen zu Vertrauen, Genauigkeit und Wiederholbarkeit auf einzelne Benutzer.“ (aso)