Social Media – ein Einfallstor für Cyberkriminelle?

Social Media – ein Einfallstor für Cyberkriminelle? Bild: Pixabay

    Eine neue Studie hat ergeben, dass Social-Media-Plattformen in der Cyberkriminalität eine wichtige Rolle spielen und eine grosse Gefahr für Unternehmen darstellen. Da Social-Media-Blockaden kein realistisches Abwehrszenario sind, sollten Unternehmen Lösungen implementieren, die eine sichere Nutzung der sozialen Netze unterstützen.

    Die sechsmonatige Studie „Social Media Platforms and the Cybercrime Economy“ hat die University of Surrey in Südostengland durchgeführt – gesponsert vom Sicherheitssoftware-Anbieter Bromium. Sie zeigt, dass Social-Media-Plattformen inzwischen eine reale Gefahr darstellen: 20% aller Unternehmen wurden bereits von Malware infiziert, die über Social-Media-Kanäle verbreitet wurde. Dabei sind bis zu 40% der Malware-Infektionen durch Malvertising verursacht und rund 30% durch Plug-ins und Apps.

    Die Gefahr, die von Social-Media-Plattformen ausgeht, zeigt sich auch in ihrer „Dominanz“ beim Kryptomining. Von den 20 weltweit grössten Webseiten, die Kryptomining-Software hosten, sind elf Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook. Apps, Anzeigen und Links sind dabei die wichtigsten Mittel für die Verbreitung von Kryptomining- und Kryptojacking-Software.

    „Die meisten Mitarbeiter von Unternehmen greifen in der Arbeitszeit auf Social-Media-Webseiten zu. Dadurch besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da Hacker Social Media zunehmend als Trojanisches Pferd verwenden, um einen bequemen Zugang zu unternehmenskritischen Daten zu erhalten“, betont Jochen Koehler, Regional VP Sales Europe bei Bromium in Heilbronn. „Ein Verbot der Social-Media-Nutzung kann aber nicht die Antwort sein, zumal sie immer mehr zu einem integralen Bestandteil geschäftlicher Aktivitäten wird, gerade in Bereichen wie Marketing oder Human Resources.“

    Mit klassischen Sicherheitsmassnahmen wie Firewalls, Web- und E-Mail-Filtern oder Antivirenlösungen sind Social-Media-Gefahren nicht restlos zu beseitigen, da sie Schadsoftware erkennen müssen. Bei neuer Malware, wie sie gerade im Social-Media-Umfeld immer wieder auftaucht, bleiben herkömmliche Sicherheitstools folglich wirkungslos. Ein gangbarer Weg ist somit nur die Gefahrenisolation, das heisst die Applikationsisolation. Und sie kann mittels Virtualisierung realisiert werden. Bromium bietet mit der Secure Platform eine solche Lösung an. Sie unterstützt auf Basis einer Hardware-isolierten Micro-Virtualisierung die Kapselung und Isolation aller riskanten Anwenderaktivitäten mit Daten aus fremden Quellen – so auch die Nutzung von Social-Media-Kanälen.

    „Anzeigen auf Facebook oder Instagram mögen neue Ray-Ban-Sonnenbrillen oder Nike-Schuhe anpreisen, in Wahrheit liefern sie aber oft Malware, sobald sie angeklickt werden“, so Koehler. „Nur wenn eine Sicherheitslösung eingesetzt wird, die ein folgenloses Klicken ermöglicht, bleiben das Endgerät des Anwenders und damit auch das Unternehmensnetz geschützt.“

    Über die Studie
    Die wissenschaftliche Studie „Social Media Platforms and the Cybercrime Economy“ wurde von Dr. Michael McGuire, Senior Lecturer on Criminology an der University of Surrey, durchgeführt. Die im Bericht enthaltenen Ergebnisse basieren auf einer sechsmonatigen Analyse von Daten, die von führenden Social-Media-Plattformen stammen, auf Interviews mit Social-Media-Nutzern und sekundären Datenquellen von akademischen Institutionen, Unternehmen und Strafverfolgungsbehörden.

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