Humanoide Roboter vor Wachstumsschub

Bild: KI-generiert/it business

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Humanoide Roboter stehen laut einer Studie der Strategieberatung Roland Berger vor dem Übergang von Prototypen zur industriellen Skalierung.

Treiber sind Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Antriebssystemen, Rechenleistung und Energieversorgung. Gleichzeitig verschärft sich in vielen Ländern der Arbeitskräftemangel. Dadurch rückt der wirtschaftliche Einsatz humanoider Roboter deutlich näher. Die Autoren sehen erste Einsatzfelder vor allem in Fabriken, Logistikzentren und einfachen Servicebereichen. Entscheidend sei heute weniger die grundsätzliche Funktionsfähigkeit als die Geschwindigkeit, mit der Systeme produktiv eingesetzt werden können. Als wirtschaftlichen Richtwert nennt die Studie Betriebskosten von rund zwei Dollar pro Stunde. Das könnte humanoide Systeme besonders in Regionen mit steigenden Lohnkosten und schrumpfender Erwerbsbevölkerung attraktiv machen.

China skaliert schneller als der Westen

Regional zeichnen sich laut Analyse zwei unterschiedliche Strategien ab. China setzt auf schnelle Einführung und Lerneffekte durch Skalierung. Dort laufen bereits Pilotprojekte mit tausenden Einheiten in kontrollierten Umgebungen. Westliche Anbieter verfolgen dagegen stärker einen KI-orientierten Ansatz. Im Vordergrund stehen Basismodelle, Datennutzung und die Übertragung strukturierter Prozesse auf komplexere, unstrukturierte Umgebungen. Für den Herstellermarkt werden bis 2035 je nach Szenario Volumen zwischen 300 und 750 Milliarden Dollar erwartet. Bis 2050 könnte der Markt laut Studie auf zwei bis vier Billionen Dollar wachsen und damit Grössenordnungen der heutigen Automobilindustrie erreichen. Die erste Einsatzwelle dürfte sich auf klar definierte Aufgaben wie Materialhandling, einfache Montage und Logistik konzentrieren. Erfolgreiche Pilotprojekte könnten danach komplexere Anwendungen beschleunigen. Trotz technischer Fortschritte verweisen die Autoren auf offene Baustellen bei Lieferketten, Regulierung, Sicherheitsstandards und Datenverfügbarkeit. Unternehmen müssten deshalb früh über Partnerschaften, Komponentenbeschaffung und ihre Rolle in der Wertschöpfungskette entscheiden. (lfa)

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