Apple macht aus Siri weit mehr als einen Sprachassistenten. Mit Siri AI wird der Dienst zum zentralen Zugang für die KI-Funktionen von Apple Intelligence.
Apple hat an der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 die bisher grösste Überarbeitung von Siri vorgestellt. Die neue Siri AI soll nicht nur Fragen beantworten, sondern Inhalte verstehen, persönliche Informationen einbeziehen und Aufgaben über verschiedene Apps hinweg erledigen. Siri AI erhält erstmals eine eigene App mit dauerhaftem Chatverlauf. Der Assistent kann auf Nachrichten, E-Mails, Fotos und weitere persönliche Inhalte zugreifen, um Informationen gezielt zu finden oder Aktionen auszuführen. Gespräche werden über iCloud zwischen iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Vision Pro synchronisiert. Neu versteht Siri AI auch, was auf dem Bildschirm angezeigt wird. Nutzer können Fragen zu angezeigten Inhalten stellen oder Aufgaben direkt aus dem aktuellen Kontext heraus starten. Zudem kann der Assistent aktuelle Informationen aus dem Internet abrufen und in seine Antworten einbeziehen. Apple Intelligence bildet die technische Grundlage der neuen Funktionen. Apple verspricht eine deutlich persönlichere und leistungsfähigere Nutzererfahrung als mit der bisherigen Sprachsteuerung. Siri soll dabei zur zentralen Schnittstelle für zahlreiche KI-Dienste und App-Funktionen werden. Für Nutzer in der Schweiz gibt es einen Vorteil: Während Siri AI auf iPhone und iPad in der EU vorerst nicht verfügbar sein wird, gilt diese Einschränkung nicht für die Schweiz. Auf Mac, Apple Watch und Vision Pro soll Siri AI auch in der EU genutzt werden können, sofern eine unterstützte Sprache eingestellt ist. Die Beta-Version startet später in diesem Jahr zunächst auf Englisch. Weitere Sprachen sollen folgen, einen Zeitplan dafür nennt Apple nicht. Wie gross der Abstand zu ChatGPT, Gemini oder Claude noch ist, wird sich erst im Praxiseinsatz zeigen. Unterstützt werden iPhone-15-Pro-Modelle und neuere Geräte sowie iPads und Macs mit mindestens einem M1-Chip. (aso)