Die Psychiatrie Baselland bringt digitale Therapiebegleitung erstmals auch in die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Als erste Psychiatrie der Schweiz testet die Einrichtung die App Ylah im ambulanten und stationären Bereich für Jugendliche. Die Anwendung soll Therapien nicht ersetzen, sondern zwischen den Sitzungen ergänzen und den Transfer in den Alltag erleichtern. Über die App erhalten Jugendliche psychoedukative Inhalte, Übungen und digitale Tagebuchfunktionen. Erste Rückmeldungen aus dem Pilotprojekt fallen laut Psychiatrie Baselland positiv aus. Besonders die niederschwellige Unterstützung im Alltag werde geschätzt. "Damit schaffen wir eine Ergänzung zur Therapie, die den Transfer in den Alltag erleichtert und die Behandlung zwischen den Sitzungen unterstützt", erklärt Jochen Kindler, Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die App wurde ursprünglich für Erwachsene entwickelt und ist laut Anbieter Ylah als digitale Therapiebegleitung bei Swissmedic registriert. Im Rahmen des Pilotprojekts soll die Anwendung gezielt auf Jugendliche weiterentwickelt werden. Offen bleibt vorerst die Finanzierung solcher Angebote. Während vergleichbare digitale Therapiebegleitungen in Deutschland teilweise von Krankenkassen übernommen werden, fehlen in der Schweiz bislang entsprechende Modelle für Jugendliche. (aso)