Post gibt heutiges EPD praktisch auf

Bild: Unsplash/Luis Melendez

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Die Schweizerische Post richtet sich auf das künftige elektronische Gesundheitsdossier aus. Die heutige EPD-Plattform läuft nur noch bis Ende 2026.

Die Schweizerische Post zieht beim elektronischen Patientendossier die Reissleine. Die Nachfrage nach dem heutigen EPD sinkt, Spitäler und Arztpraxen zögern, Privatpersonen eröffnen immer seltener neue Dossiers. Deshalb richtet die Post ihre Gesundheitsdaten-Strategie neu aus. Der Grund liegt auch in Bern. Der Bundesrat will das Gesundheitswesen digital neu aufstellen. Das geplante elektronische Gesundheitsdossier, kurz E-GD, soll das heutige Patientendossier ablösen. Künftig sollen alle Einwohner automatisch ein solches Dossier erhalten. Gesundheitsdienstleister sollen zur Nutzung verpflichtet werden. Damit verliert das heutige EPD an Zug. Die Post Sanela Health AG stellt fest, dass Kunden mit neuen Projekten abwarten oder bestehende Vorhaben zurückhaltender beurteilen. Die Aktionäre der Sanela Health AG haben deshalb entschieden, die Stammgemeinschaft Sanela per Ende 2026 aufzulösen. Bis dahin bleibt die heutige EPD-Plattform der Post in Betrieb. Danach will sich die Post auf die künftige nationale Lösung konzentrieren und prüfen, wie sie ihre Erfahrung dort einbringen kann. Nicole Burth, Leiterin Digital Services und Mitglied der Konzernleitung der Post, sagt: "Eine nationale Gesundheitsdatenlösung gehört zu einer fortschrittlichen Schweiz." Die Neuausrichtung hat personelle Folgen. Bei der Post und Sanela könnten rund 37 Vollzeitstellen wegfallen. Für die rund 70'000 privaten Nutzer des Sanela-EPD soll es Übergangslösungen geben. Sie können ihre Daten beziehen und in den Gesundheitsordner der Post-App verschieben. Sanela will die Betroffenen im Herbst kontaktieren. (lfa)

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