Der ICT-Branchenverband Swico lehnt die geplante Revision der Abfallverordnung (VVEA) ab und sieht darin keinen Fortschritt für die Kreislaufwirtschaft.
Aus Sicht des Verbands greift die Vorlage in bestehende Strukturen ein, ohne zentrale Probleme zu lösen. Im Fokus steht die Trittbrettfahrerproblematik, insbesondere bei ausländischen Onlineplattformen, die sich nicht an der Finanzierung der Recyclingsysteme beteiligen. Genau hier setze die Revision nicht an. Gleichzeitig warnt Swico vor zusätzlichen regulatorischen Eingriffen. Neue Verfahren, Berichtspflichten und eine stärkere staatliche Steuerung würden funktionierende Systeme belasten, ohne einen klaren ökologischen oder operativen Nutzen zu schaffen. Der Verband verweist auf das bestehende Recyclingsystem, das seit Jahren privatwirtschaftlich organisiert ist und einen grossen Teil der in der Schweiz verkauften Geräte abdeckt. Rücknahmestellen und etablierte Prozesse ermöglichten eine flächendeckende Entsorgung. Kritisch beurteilt Swico zudem die geplante staatliche Festlegung von Entsorgungsbeiträgen. Diese greife in bestehende Finanzierungsmodelle ein und könne die Eigenverantwortung von Herstellern und Importeuren schwächen. Swico fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung der Vorlage. Entscheidend sei, dass die Regulierung dort ansetzt, wo die Probleme tatsächlich entstehen, und bestehende Systeme nicht zusätzlich belastet werden. (aso)