Die Swiss Cyber Security Days 2026 in Bern stellten digitale Souveränität und Cyberresilienz ins Zentrum. Rund 2800 Besuchende und über 100 Ausstellende nahmen teil.
Am 17. und 18. Februar trafen sich Politik, Wirtschaft und IT-Fachleute auf dem Bernexpo-Areal zur siebten Ausgabe der Swiss Cyber Security Days. Unter dem Motto "Digital Sovereignty – The New Frontier" standen Fragen zu digitaler Abhängigkeit, Sicherheit und strategischer Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt. Zu den zentralen Programmpunkten gehörte ein Panel mit der Ökonomin Dr. Cristina Caffarra sowie Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit, zur aktuellen Bedrohungslage und zur Rolle Europas im digitalen Wettbewerb. Mehrere Beiträge betonten, dass Europa und die Schweiz ihre technologische Eigenständigkeit stärken müssen, insbesondere im Cloud-Umfeld und angesichts der Abhängigkeit von internationalen Hyperscalern. Auch die nationale Perspektive wurde diskutiert. Laut Prof. Dr. Matthias Stürmer verfügt die Schweiz über gute Voraussetzungen, benötige jedoch mehr Mut bei strategischen Entscheidungen. In diesem Zusammenhang wurde das Netzwerk "SDS – Souveräne Digitale Schweiz" vorgestellt, ein Zusammenschluss von Behörden und IT-Unternehmen mit dem Ziel, lokale Alternativen zu internationalen Plattformen zu fördern. Über 100 Ausstellende ergänzten die Fachvorträge und Panels mit Einblicken aus der Praxis. Eine KMU-Zone und Workshops boten Raum für Austausch und konkrete Beispiele. Die nächste Ausgabe findet am 23. und 24. Februar 2027 statt. (aso)