Ein neuer OSZE-Leitfaden ruft Betreiber kritischer Infrastrukturen dazu auf, physische Sicherheit und Cyberabwehr als gemeinsame Aufgabe zu behandeln.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat einen technischen Leitfaden zur Absicherung kritischer Infrastrukturen veröffentlicht. Darin fordert sie Unternehmen und Behörden auf, Schutzmassnahmen gegen physische und digitale Bedrohungen stärker zu verzahnen. Der Bericht betont, dass Stromnetze, Verkehrssysteme und Kommunikationsinfrastrukturen zunehmend Ziel hybrider Angriffe sind. Schwachstellen entstehen laut OSZE vor allem dort, wo physischer Zugang und IT-Systeme getrennt betrachtet werden. Empfohlen wird ein integriertes Sicherheitskonzept mit klaren Verantwortlichkeiten, kontinuierlicher Risikoanalyse und Schulung des Personals. Auch der Informationsaustausch zwischen Betreibern und Behörden soll verbessert werden. Der Leitfaden richtet sich an Staaten, Betreiber und Sicherheitsbehörden im gesamten OSZE-Raum und soll helfen, kritische Systeme widerstandsfähiger zu machen. (aso)