Mobile Geräte und Macs geraten zunehmend unter Druck. Die aktuellen Sicherheitsberichte von Jamf zeigen eine wachsende Angriffsfläche in Unternehmen.
Die Auswertung basiert auf realen Vorfällen und macht deutlich, dass viele Risiken auf strukturelle Schwächen zurückgehen. So nutzten 53 Prozent der untersuchten Unternehmen mobile Geräte mit kritisch veralteten Betriebssystemen, während 62 Prozent der analysierten Apps potenziell riskante Berechtigungen anfordern, was zusätzliche Angriffsflächen schafft. Phishing bleibt dabei ein zentraler Angriffsvektor, da in 25 Prozent der untersuchten Unternehmen mindestens ein Nutzer auf entsprechende Links klickte und sich Mitarbeitende in 18 Prozent der Fälle mit potenziell unsicheren Netzwerken verbanden, wodurch Unternehmensdaten gefährdet werden. Auch bei Mac-Systemen zeigt sich eine klare Entwicklung. Mit der zunehmenden Verbreitung steigen die Angriffe, wobei Trojaner laut Analyse rund die Hälfte aller erfassten Fälle ausmachen und zusammen mit Infostealern, Adware und potenziell unerwünschten Anwendungen etwa 90 Prozent der Angriffe abdecken. Hinzu kommt, dass 44 Prozent der untersuchten Geräte auffälligen Netzwerkverkehr aufweisen und 26 Prozent der Unternehmen von Cryptojacking betroffen waren, was auf eine breite Nutzung bestehender Schwachstellen hindeutet. Der Bericht zeigt insgesamt, dass viele Risiken nicht auf neue Angriffsmethoden zurückgehen, sondern auf bekannte Schwachstellen wie veraltete Systeme, weitreichende App-Berechtigungen und unzureichend abgesicherte Zugänge, die in der Praxis weiterhin bestehen und gezielt ausgenutzt werden. (aso)