EU hat Lücken bei Cyberabwehr

Sitz des Europäischen Rechnungshofs in Luxemburg. © European Union

Security
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Die EU steckt Milliarden in Cybersicherheit, doch bei grossen Angriffen hapert es noch an Tempo, Austausch und klaren Zuständigkeiten.

Das zeigt ein neuer Bericht des Europäischen Rechnungshofs. Die Prüfer sehen vor allem beim Informationsaustausch Probleme. Zwar gibt es mehrere EU-Netzwerke für Cyberkrisen, doch Informationen kommen nicht immer schnell genug dort an, wo sie gebraucht werden. Unklar ist zudem, wie die nationalen Computer-Notfallteams und das EU-Netzwerk für grosse Cyberkrisen zusammenarbeiten sollen. Gleichzeitig haben einige Mitgliedstaaten die NIS-2-Regeln noch nicht vollständig umgesetzt. Auch das europäische Warnsystem ist noch nicht bereit. Zwei zentrale Plattformen waren zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht in Betrieb, wichtige technische Standards und Kooperationsvereinbarungen fehlten ebenfalls. Der Rechnungshof kritisiert zudem Doppelspurigkeiten. Beim Cyber-Lagezentrum der EU-Kommission überschneiden sich Aufgaben teilweise mit jenen der Sicherheitsagentur ENISA. Dabei fliesst viel Geld: Über das Programm Digitales Europa sollen zwischen 2021 und 2027 rund 1,4 Milliarden Euro in Cybersicherheit gehen. Bei einzelnen Empfängern von EU-Geldern sieht der Rechnungshof zudem Lücken bei der Kontrolle, wer hinter den Organisationen steht und Einfluss auf sie ausübt. Die Prüfer verlangen deshalb mehr Informationsaustausch, klarere Rollen und einen schnelleren Start des Warnsystems. Untersucht wurde der Zeitraum von 2022 bis 2025. (pdm)

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