Bund modernisiert Notrufsysteme

Bild: Unsplash/Camilo Jimenez

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Der Bundesrat schafft die Grundlage für neue digitale Notruffunktionen und passt die Systeme an die Realität moderner Mobilfunknetze an.

Künftig sollen Polizei, Feuerwehr und Sanität nicht mehr nur telefonisch erreichbar sein. Menschen in Notlagen sollen direkt über kompatible Smartphones auch per Echtzeittext kommunizieren können. Während eines laufenden Gesprächs wird Text sofort übertragen ohne zusätzliche App oder separates Login. Besonders relevant ist das für Menschen mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigungen. Bis die Funktion im Alltag verfügbar ist, braucht es jedoch technische Umbauten. Alarmzentralen müssen aufgerüstet, Mobilfunknetze weiter digitalisiert und Mitarbeitende geschult werden. Laut Bund soll Echtzeittext ab Mitte 2028 verfügbar sein. Auch beim automatisierten Fahrzeugnotruf greift der Bundesrat ein. Das sogenannte Next Generation eCall wird an moderne Mobilfunktechnologien angepasst, damit Fahrzeugnotrufe auch nach dem Verschwinden der alten 2G- und 3G-Netze funktionieren. Neu geschaffen wurde zudem die Kurznummer 142 für Opferhilfe und Beratung bei häuslicher Gewalt. Der Dienst ist seit dem 1. Mai 2026 aktiv. Laut Bundesrat müssen solche Hilfsangebote kostenlos erreichbar sein. Zudem dürfen Telekom-Anbieter keine Verbindungsdaten weitergeben. Für die Umsetzung wurden mehrere Fernmeldeverordnungen angepasst. Weitere Änderungen im Bereich Notruf sind im Rahmen der nächsten Revision des Fernmeldegesetzes vorgesehen. (aso)

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