Bund und Kantone haben den Startschuss für das neue Mobile Sicherheitskommunikationssystem MSK gegeben. Es soll die sichere Kommunikation auch künftig gewährleisten.
Bund und Kantone haben den Start für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) gegeben. Das neue System soll bis 2035 das heutige Polycom-Netz ersetzen und die Kommunikation von Behörden, Rettungsorganisationen und Betreibern kritischer Infrastrukturen auch in Krisenlagen sicherstellen. Mit der Unterzeichnung des Projektinitialisierungsauftrags beginnt das Vorprojekt unter Führung des VBS. Die Verantwortung für Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung liegt beim Kommando Cyber. Der Handlungsbedarf ist absehbar: Polycom, das landesweite Sicherheitsfunknetz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Zivilschutz, erreicht 2035 das Ende seiner Nutzungsdauer. Mit MSK soll eine breitbandige und ausfallsichere Nachfolgelösung entstehen, die auch bei Netzüberlastungen, Naturereignissen, Sabotageakten oder Cyberangriffen funktionieren soll. In den kommenden Jahren werden die technischen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen für das Hauptprojekt erarbeitet. Dazu gehören Einsatzszenarien, Anforderungen der Nutzerorganisationen, Betriebs- und Supportmodelle sowie Finanzierungs- und Migrationskonzepte.
Die technische Architektur baut auf dem Projekt «Mitnutzung ziviler Dienste» auf. Dabei werden zivile Datennetze für die Armee nutzbar gemacht und zusätzlich abgesichert. Ein geplanter Proof of Concept soll die Machbarkeit der künftigen Lösung unter realen Bedingungen prüfen. Wo dieser Test stattfindet und wie er finanziert wird, ist noch offen. Parallel zum Vorprojekt arbeitet das VBS an einer Botschaft an das Parlament, um die Finanzierung des späteren Hauptprojekts sicherzustellen. Während die Nachfolge vorbereitet wird, nähert sich das Projekt «Werterhalt Polycom 2030» dem Abschluss. Nach Angaben des VBS werden die Erneuerung der Tetrapol-Technologie, der Basisstationen, der Netzinfrastruktur und der kantonalen Einsatzzentralen bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Das Projekt bleibt innerhalb des ursprünglichen Budgets und endet nach zehn Jahren Laufzeit mit einer Verzögerung von sechs Monaten. (pdm)