Cyber Security Specialist: Ethische Hacker auf dem Prüfstand

Durchgeführt wird die praxisorientierte Prüfung unter der Leitung von ICT-Berufsbildung Schweiz, in Kooperation mit der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung SVF, dem Unternehmen Compass Security und der OST - Ostschweizer Fachhochschule.
Bild: ICT-Berufsbildung Schweiz

Aus- & Weiterbildung
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Derzeit findet die erste Berufsprüfung für angehende Cyber Security Specialists mit eidgenössischem Fachausweis statt. Auf dem Prüfstand sind 23 Prüfungsteilnehmende der SIW Höhere Fachschule für Wirtschaft und Informatik sowie der Schweizer Armee.

Vom 25. bis 26. November 2020 wird die erste eidgenössische Berufsprüfung für Cyber Security Specialists durchgeführt. Die 23 Teilnehmenden werden mit simulierten Cyber-Attacken konfrontiert und müssen ihre Führungs- und Managementkompetenzen unter Beweis stellen. Die Handlungskompetenzen der gefragten ICT-Fachkräfte werden von ICT-Berufsbildung Schweiz als unabhängige Instanz im Auftrag des Bundes geprüft. Die anspruchsvolle, praxisnahe Prüfung besteht aus drei Teilen, die in Kooperation mit fachlich spezialisierten Organisationen erarbeitet wurden.

Bewältigung von Sicherheitsvorfällen im Hacking-Lab
Der praktische Prüfungsteil findet im virtuellen Hacking-Lab statt, einer Cyber Security Simulationsplattform, die durch das Schweizer Unternehmen Compass Security in Zusammenarbeit mit dem INS Institut für vernetzte Systeme an der OST - Ostschweizer Fachhochschule entwickelt und betrieben wird. Die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten werden wirklichkeitsgetreuen Bedrohungslagen ausgesetzt, müssen Schwachstellen in einem realen IT-System aufdecken und konkrete Cyber-Attacken abwehren.

SVF prüft Führungskompetenzen
Der zweite Prüfungsteil beinhaltet Projektmanagement und berufsspezifische betriebswirtschaftliche Aspekte, wobei die Teilnehmenden realitätsnahe Praxissituationen schriftlich bearbeiten müssen. Im dritten Prüfungsteil werden in Kooperation mit der Schweizerischen Vereinigung für Führungs-ausbildung SVF die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden in einer mündlichen Fallbearbeitung und einem Fachgespräch geprüft. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Teamführung und Kommunikation.

Vielseitiges Ausbildungsangebot
Die 23 ersten Prüfungsteilnehmenden haben ihre Weiterbildung an der SIW Höhere Fachschule für Wirtschaft und Informatik oder im Rahmen des Cyber Lehrgangs der Schweizer Armee absolviert. Künftig werden weitere private Organisationen Vorbereitungskurse zur Berufsprüfung Cyber Security Specialist EFA anbieten, darunter die Academy by Swiss Cyber Forum, bzb, Cisco CyberSecurity Academy, gibb, IFA, ISEIG, SATOM, SIW und WISS. Für die Berufsprüfung 2021 werden rund 60 Teilnehmende erwartet.

Hohe Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften
Organisationen werden vermehrt mit unerlaubten Zugriffen aus dem Cyber-Raum konfrontiert, was enorme Schäden wie Datenverluste oder Dienstleistungsausfälle zur Folge haben kann. Die Corona-Krise hat den Trend sogar noch verschärft. «Qualifiziertes Personal, das mit der nötigen Fach- und Sozialkompetenz die Informationssicherheit gewährleisten kann, ist für Wirtschaft und Verwaltung entscheidend», sagt Serge Frech, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz. Doch sei es heute schwierig, die entsprechenden Spezialistinnen und Spezialisten zu finden. Der Fachausweis «Cyber Security Specialist» wurde von ICT-Berufsbildung Schweiz auf Anstoss der Schweizer Armee und in enger Zusammenarbeit mit dem Bund und der Privatwirtschaft entwickelt, um dem zunehmenden Fachkräftemangel im ICT-Berufsfeld aktiv entgegenzuwirken.

 

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