Editorial IT business, 2/2015Datenschutzverordnung – jetzt wirds ernst!

Verehrte Leserinnen und Leser

Sind Sie vorbereitet auf das, was kommen wird? Am 28. Mai wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft treten. Diese Verordnung hat zum Zweck, Personendaten sämtlicher EU-Bürger zu schützen. Dass diese auch für Schweizer Unternehmen eine wichtige Rolle spielen wird, ist unbestritten, doch was kommt auf sie zu?
Angesichts immer wieder auftretender Cyberangriffe, denen empfindliche und persönliche Daten zum Opfer fallen, wurde dem Schutz von Personendaten oberste Priorität eingeräumt. Für Unternehmer bedeutet dies neben mehr Arbeit und Bürokratie auch empfindliche Strafen, sollte man die EU-DSGVO nicht ernst genug nehmen.
Mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung besteht nun in der Europäischen Union eine einheitliche rechtliche Grundlage, die den Schutz persönlicher Daten stärkt und festlegt, in welcher Weise die Daten erhoben, verwendet und gespeichert werden dürfen. Das bedeutet für Schweizer Unternehmen, dass auch sie diese Datenschutzgesetze beachten müssen, wenn sie mit Kunden aus dem EU-Raum interagieren.
So sind auch Cyberattacken zukünftig meldepflichtig und werden empfindlich gebüsst, sollte man versuchen, diese unter den Teppich zu kehren. Das bedeutet, dass Datenpannen, bei welchen der Schutz von personenbezogenen Daten verletzt wurden, innert 72 Stunden der Aufsichtsbehörde gemeldet werden müssen. Bei Nichteinhaltung drohen hohe Bussgelder.
Unternehmen sind aufgefordert, ihre Security Policy zu erweitern und bei der Arbeit mit personenbezogenen Daten geeignete Massnahmen zu deren Schutz zu ergreifen. Auf jeden Fall sollten sie die EU-DSGVO nicht unterschätzen.
Ich bin wohl dafür, dass meine persönlichen Daten geschützt werden und nicht Schindluder damit getrieben wird. Soll bedeuten, dass wenn ich online etwas bestelle, ich nicht wünsche, von Partnerfirmen mitNewslettern zugekleistert zu werden, ohne dass man mich fragt. Doch angesichts der vielen sozialen Netzwerke, in welchen sehr freigiebig mit persönlichen Daten um sich geworfen wird, fängt der Datenschutz doch eigentlich bei jedem persönlich an.
Facebook, Google, Amazon und Co. müssen sich auf jeden Fall mit der Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung warm anziehen.

Herzlichst Ihre
Petra De Meo

Soziale Netzwerke

 

Fractal Verlag GmbH

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