Editorial IT business, 2/2015Sicherheitslücken – Alltag in Zeiten der Digitalisierung

Verehrte Leserinnen und Leser

Was verstehen Sie unter einer Sicherheitslücke? Wikipedia erklärte es folgendermassen: «Eine Sicherheitslücke stellt eine Bedrohung für die Sicherheit eines Computersystems dar. Es besteht das Risiko, dass die Sicherheitslücke ausgenutzt und das betroffene Computersystem kompromittiert werden kann. Sicherheitslücken entstehen unter anderem durch den unzureichenden Schutz eines Computers vor Angriffen aus dem Netz (beispielsweise mangels Firewall oder anderer Sicherheitssoftware) sowie durch Programmierfehler im Betriebssystem, Webbrowser oder anderen Softwareanwendungen, die auf dem System betrieben werden.»
Wenn Sie den Begriff «Sicherheitslücke» in der Suchmaske einer Suchmaschine eingeben, werden Sie feststellen, dass sich die Meldungen stetig häufen. Es vergeht fast kein Tag, wo nicht eine Meldung aufkreuzt oder man von möglichen Bedrohungen gewarnt wird. Sie begegnen uns auf allen Kanälen: per E-Mail, mit mittlerweile äusserst professionell aussehenden Aufforderungen, sein Konto (Bank, Post etc.) mittels Login zu überprüfen. 
Via Telefon erhält man mittlerweile Anrufe von sogenannten Microsoft-Supportern, die einem irgendwas andrehen wollen. Ich kann leider nichts Genaues sagen, da ich sie nicht ausreden lasse und auflege, oder auch via Medienportalen und Social-Media-Kanälen. Zu unterscheiden, was wahr ist oder ob es sich um Falschmeldungen handelt, wird zusehends immer schwieriger.
Umso wichtiger in solchen Fällen ist wohl der gesunde Menschenverstand und ein gewisses Mass an Misstrauen. Datenschutzgesetze hin oder her: So freizügig wie wir heutzutage mit unseren persönlichen Daten umgehen, macht es für kriminelle Individuen umso einfacher, sich Profile anzulegen oder Informationen auszukundschaften. Da fragt man sich, ob es im Endeffekt nicht besser und sicherer ist, auf die gute alte Briefpost zurückzugreifen.
Die Digitalisierung soll dem Papierberg ein Ende setzen, aber angesichts der Sicherheitslücken, welche nicht nur programmierter Natur, sondern auch auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, stellt sich mir am Ende die Frage: Welche Quelle ist vertrauenswürdiger, Papier oder digitale Quelle? Auch wenn die Industrie den Fokus vermehrt auf die künstliche Intelligenz legt, sollten wir unsere natürliche Intelligenz klug nutzen, um zukünftige Sicherheitslücken zu schliessen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Herzlichst Ihre
Petra De Meo

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