41 % der Kinder meinen: "Eltern zu oft am Handy!"

24. Juni 2015

    Eltern schenken dem Smartphone zum Teil mehr Beachtung als der Familie. Dies zeigt die aktuelle Studie von AVG, dem Online Security Anbieter für rund 200 Millionen aktive Nutzer, die die Auswirkungen von Handynutzung auf das Zusammenleben in der Familie in den Fokus stellt.

    Demnach sind ein Viertel der befragten deutschen Kinder der Meinung, dass ihre Eltern gleichviel oder mehr Zeit mit dem Handy verbringen, als mit ihnen (weltweit 34 %). Deswegen hätten sie gerne mehr Aufmerksamkeit ihrer Eltern: Bereits 41 Prozent der deutschen Kinder sind davon überzeugt, dass die Eltern das Mobiltelefon zu häufig nutzen - dennoch weniger als halb so viele wie beispielswiese in Brasilien (87 %, weltweiter Durchschnitt 54 %). Jedes vierte Kind (26 %) wünscht sich, dass sich die Eltern beim gemeinsamen Gespräch nicht mehr vom Handy unterbrechen lassen. Weltweit sehen dies sogar 36 % der Kinder so.

    Jedes dritte Kind wünscht sich mehr gemeinsame Zeit
    Handys haben längst einen festen Platz im Alltag von Familien, zunehmend auch bei gemeinsamen Familienaktivitäten. Deshalb wünschen sich viele Kinder, dass die Eltern ihre Handynutzung reduzieren. Jedes dritte Kind in Deutschland (33 %) würde stattdessen lieber mehr Zeit mit den Eltern verbringen. Weltweit wünschen sich dies nur 13 %. Gut ein Fünftel (21 %) möchte nicht, dass die Eltern beim gemeinsamen Essen aufs Handy schauen, 19 % der Kinder in Deutschland meinen: "Meine Eltern schauen zu oft aufs Handy!" stört dies beim gemeinsamen Fernsehen und 13 % beim Spielen im Freien. Auch was die Sicherheit angeht, haben Kinder in Deutschland ein Auge auf ihre Eltern: 16 % wünschen sich, dass ihre Eltern beim Autofahren nicht aufs Handy schauen.

    Grossteil der Eltern sieht sich in Bezug auf die Handynutzung als gutes Vorbild
    Dass sie ihr Handy zu häufig nutzen, dessen sind sich die Hälfte der befragten Eltern in Deutschland bewusst. Nur rund jeder Vierte befragte Deutsche (24 %) hält sich jedoch nicht für ein gutes Vorbild bei der Mobilnutzung. Das sind deutlich weniger als im weltweiten Durchschnitt (28 %) und in Ländern wie Australien (32 %), USA (31 %), Frankreich (31 %) und UK (30 %). Kinder schätzen die Vorbildfunktion ihrer Eltern ähnlich ein: Zwei Drittel (61 %) der deutschen Kinder meinen, ihre Eltern seinen im Bezug auf die Mobilnutzung ein gutes Vorbild, weltweit sind es immerhin noch 56 %. "Die Kinder, für die Handys im Alltag bereits selbstverständlich sind, werden immer jünger. Dabei übernehmen sie meist die Nutzungsgewohnheiten ihrer Eltern", sagt Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies. "Wenn es Eltern schwerfällt, das Handy zu Hause auch mal abzuschalten, sollten sie daran denken, dass sie Vorbild für ihre Kinder sind. Darüber hinaus empfinden viele Kinder das Handy als Störfaktor bei familiären Freizeitaktivitäten."

    Kinder würden das Handy der Mutter beschlagnahmen
    Weltweit würde fast die Hälfte der befragten Kinder (41 %) das Handy eines Elternteils für einen Tag konfiszieren, wenn sie dazu in der Lage wären. Der Drang dazu ist am geringsten in Deutschland (32 %), Tschechien (30 %) und Frankreich (27 %). Dabei würden die Kinder aus Deutschland eher der Mutter (57 %) als dem Vater (39 %) das Handy wegnehmen. Die Eltern hingegen zeigten sich in Deutschland zufrieden mit der Handy-Nutzungsdauer ihrer Kinder, die aus ihrer Sicht ähnlich hoch ist, wie die eigene (41 % zu 51 %). Nur 18 % würden diese reduzieren wollen - deutlich weniger als der Durchschnitt (25 %).

    Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier und ein Video zur Studie hier.

    Über die Studie
    Für die Studie im Auftrag von AVG Technologies hat das Marktforschungsunternehmen Research Now Eltern zur eigenen Mobilnutzung befragt. Gleichzeitig wurden ihre Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren gefragt wie sie diese wahrnehmen. An der Online-Befragung im Juni 2015 nahmen insgesamt 6117 Personen aus Deutschland, Australien, Brasilien, Kanada, Tschechien, Frankreich, Neuseeland, UK und den USA teil. 

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