Online-Shopping in der Schweiz weiterhin beliebt

08. Februar 2019
Online-Shopping in der Schweiz weiterhin beliebt Bild: Pixabay

    Die Zahl der Online-Einkäufer in der Schweiz bleibt im Vergleich zum Vorjahr konstant, liegt aber nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt. Online kaufen die Schweizerinnen und Schweizer vor allem Mode und Schuhe.

    Die überwältigende Mehrheit (82%) der Schweizer E-Shopper hat bereits auf ausländischen Websites eingekauft; allerdings scheinen sich Fehlkäufe zu mehren – die Retourenrate steigt erneut. Dies zeigt der E-Shopper Barometer, eine Studie der DPDgroup in 22 europäischen Ländern.

    Mode hoch im Kurs – Bücherkäufe rückläufig
    Die Schweizerinnen und Schweizer kaufen online vor allem Mode (55%) und Schuhe (41%) ein. Lebensmittel und Getränke kaufen immerhin 13% online ein: Kochboxen und Tiefkühlkost werden immer häufiger im Internet bestellt. Bücher sind weiterhin gut vertreten (35%) scheinen aber an Attraktivität zu verlieren und verzeichnen einen stetigen Rücklauf (-10% seit 2016). Online einkaufen ist weiterhin beliebt: 70% der E-Shopper schätzen die Einfachheit und 74% waren mit ihren Einkäufen zufrieden. Dennoch scheinen sich auch Fehlkäufe zu häufen: Die Retourenrate liegt bei 12% und steigt damit erneut um 4% im Vergleich zum letzten Jahr.

    Grenzüberschreitende Onlineeinkäufe nehmen zu
    In der Schweiz ist der Anteil des deklarierten Online-Shoppings am Gesamteinkauf mit 10,9% konstant und liegt damit leicht unter dem europäischen Durchschnitt (11,5%). Demgegenüber liegt allerdings der Anteil von Einkäufen von ausländischen Websites mit 22% über dem europäischen Durchschnitt (19%). 82% der E-Shopper haben denn auch bereits mindestens einmal über eine ausländische Website gekauft, hauptsächlich in Deutschland (63%), während sich die Bestellungen in China (35%) nach einem starken Wachstum im Jahr 2017 stabilisieren.

    Treue Schweizer E-Shopper
    Der Laptop ist nach wie vor das am häufigsten verwendete Gerät für den Onlineeinkauf (63%) gefolgt von Desktop (48%) und Smartphone (47%), wobei Millennials und Vielkäufer das Smartphone deutlich bevorzugen. Eine deutliche Mehrheit von 88% der E-Shopper kauft regelmässig auf den gleichen Websites ein, ein Grossteil davon wiederum sucht diese mit gezieltem Direkteinstieg über den Browser auf.

    Schnelle Lieferung und genauer Lieferzeitpunkt gewünscht
    Die Mehrheit der Schweizer E-Shopper (73%) nutzt nur einen Zustellort und lässt ihre Pakete in der Regel nach Hause liefern; Millennials und Vielkäufer sind offener für die Lieferung an den Arbeitsplatz. Einig sind sich die Onlinekäufer darin, dass die Einkäufe möglichst schnell und zeitgenau am gewünschten Ort eintreffen sollen: 82% sprechen sich für eine Lieferung am nächsten Tag aus und 77% wünschen sich Echtzeit-Informationen zum Lieferprozess. Knapp drei Viertel legt Wert darauf, eine Möglichkeit zur Neuterminierung der Lieferung zu haben und 72% möchten mehrere Lieferoptionen zur Verfügung haben. Weitere Optionen wie Abendzustellung, die Zustellung am gleichen Tag, sowie ein zweistündiges Zeitfenster der Lieferung am Abend erfreuen sich ebenfalls grosser Beliebtheit und bieten Anreize für Anbieter, sich von der Konkurrenz abzuheben. Nebst bequemer und flexibler Zustellung spielt aber auch Vertrauen eine ausschlaggebende Rolle: 65% der E-Shopper halten es für wichtig, das Zustellunternehmen vor dem Einkauf zu kennen.

    Negative Kommentare auf Social Media sind Stimmungskiller
    Kostenlose Lieferung, kostenlose Rücksendung und detaillierte Produktbeschreibung sind die drei wichtigsten Faktoren beim Online-Kauf. Der entscheidendste Grund, nicht online einzukaufen sind negative Kommentare zu Kauferlebnissen auf Social-Media-Kanälen (37%, bei Millennials sogar 43%), zu wenig Sicherheit bei der Bezahlung (34%), hohe Lieferkosten (28%) und kostenpflichtige Retouren (28%). Die hohen Lieferkosten sind denn auch die häufigste Ursache dafür, dass Online-Shopper ihren Einkauf abbrechen (30%), gefolgt von denjenigen, die ihre Meinung geändert haben (28%) oder noch etwas mehr Bedenkzeit brauchten (25%).

     

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