Privatsphäre im Netz wird kaum geschützt

Privatsphäre im Netz wird kaum geschützt © Axa

    Obwohl drei Viertel der Schweizer Bevölkerung der Meinung sind, dass die Digitalisierung einem massiven Eingriff in ihre Privatsphäre gleichkommt, unternimmt nur eine Minderheit etwas, um die eigene Privatsphäre zu schützen, wie eine repräsentative Umfrage der Axa zeigt.

    Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche des Lebens. Aber wie nimmt die Schweizer Bevölkerung die Auswirkungen wahr, wie stark durchdringt die Digitalisierung den eigenen Alltag ganz konkret? «Diese Fragen beschäftigen uns, da wir als Unternehmen Teil der Gesellschaft sind und es für uns essentiell ist zu wissen, was die Schweizer Bevölkerung beschäftigt und bewegt», erklärt Regula Schenkel, Leiterin der Abteilung Public Affairs & Sustainability der Axa. Viele Antworten liefert nun der Axa-Digitalisierungsmonitor, eine repräsentative Studie, welche die LeeWas AG im Auftrag der Axa durchgeführt hat. Die Umfrage zeigt: Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung nimmt die Digitalisierung als grossen oder sogar sehr grossen Eingriff in ihre persönliche Privatsphäre wahr; dies unabhängig von Alter, Geschlecht, Wohnort oder Einkommen.

    Gleichwohl ergreift nur eine Minderheit Massnahmen, um die eigene Privatsphäre zu schützen: So ändert lediglich ein Viertel der Befragten regelmässig ihre Passwörter und nur 20 Prozent der Befragten verschlüsseln ihre E-Mails. Beim Schutz der Privatsphäre zeigen sich zudem geschlechtsspezifische Unterschiede: Während 77 Prozent der Männer versuchen ihre Software aktuell zu halten, tun dies lediglich 61 Prozent der befragten Frauen. Und: Junge sind insgesamt sorg- oder argloser im Umgang mit ihren Daten. Verschiedene Massnahmen zum Schutz der Privatsphäre ergreifen unter 35-Jährige deutlich weniger als ältere Nutzer.

    Regelungen zum Schutz der Privatsphäre erwünscht
    Weiter zeigt die Umfrage, dass es 60 Prozent der Befragten bedenklich finden, wenn Firmen ihre Daten sammeln; dies unabhängig vom Unternehmen. Allerdings zeigt sich ein deutlicher Generationenunterschied bei der Frage, wofür die Befragten ihre Daten freigeben würden: 61 Prozent der 18-34-Jährigen sind bereit, ihre Daten für wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen, wohingegen nur ein Drittel der 50-64-Jährigen dazu bereit wäre. Unabhängig von Alter, Wohnort, Geschlecht oder Einkommen ist mit 41 Prozent die Zustimmung hoch, dass es gesetzliche Regelungen für den Schutz der Privatsphäre braucht.

    Für Regula Schenkel ist erstaunlich, wie wenig die Befragten zum Schutz ihrer Privatsphäre im Netz unternehmen. «Der Digitalisierungsmonitor zeigt uns, dass es im Bereich des Datenschutzes grossen Handlungsbedarf für private Nutzer gibt. Mit einfachen Tipps möchten wir zur Datensicherheit beitragen», so Regula Schenkel.

    Der Axa-Digitalisierungsmonitor
    Der Axa-Digitalisierungsmonitor ist eine grossangelegte und repräsentative Studie, die die Auswirkungen der Digitalisierung auf verschiedene Lebensbereiche untersucht. Zwischen dem 17. Mai und dem 16. Juni befragte die LeeWas AG im Auftrag der Axa insgesamt 2059 Personen. Die Ergebnisse zu den verschiedenen Bereichen werden zwischen August und November 2018 veröffentlicht.

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