Europa sucht den Superhacker

16. August 2016
Europa sucht den Superhacker Foto: Swiss Cyber Storm

    In der Nacht auf heute Dienstag endete die Nationale Qualifikationsphase zur diesjährigen «European Cyber Security Challenge». Die 20 besten Jung-Hacker der Schweiz stehen fest und kämpfen um den Einzug ins Europäische Finale in Düsseldorf. Der jährliche Hacker-Wettbewerb ist ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung und stösst auf steigendes Interesse. Erstmals beteiligen sich zehn Länder am internationalen Wettkampf. 

    Seit heute Dienstag stehen sie fest: Die 20 besten Jung-Hacker der Schweiz haben sich gegen rund 150 Konkurrenten durchgesetzt. Die Schweizer Qualifikation für den Final der European Cyber Security Challenge verlangte den 14 bis 30-jährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Durchhaltevermögen, Kreativität und Konzentration ab. In den vergangenen drei Monaten galt es, über eine Online-Plattform möglichst viele Aufgaben aus dem Bereich der IT-Sicherheit zu lösen und mehr Punkte als die Gegenspieler zu erreichen.

    Selbiges passiert im Moment in ganz Europa. An der jährlich grösser werdenden «European Cyber Security Challenge» nehmen in diesem Jahr erstmals zehn Nationen teil. «Neben Deutschland, Österreich, Spanien, England, Rumänien und der Schweiz sind neu auch Estland, Irland, Griechenland und Lichtenstein am Europafinale dabei», weiss Bernhard Tellenbach, Präsident des für die Schweizer Qualifikation verantwortlichen Vereins Swiss Cyber Storm.

    Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel
    Ein Grund für dieses Wachstum ist der sich verschärfende Fachkräftemangel auf dem Gebiet der IT-Sicherheit. «Die Rekrutierung von Security-Nachwuchsspezialisten wird immer schwieriger. Zudem werden IT-Infrastrukturen immer komplexer und Angriffe professioneller. Die Initiative der Organisatoren ist für die Wirtschaft deshalb sehr wertvoll», lobt Urs Rufer, CEO der IT-Firma Terreactive, welche Swiss Cyber Storm als Hauptsponsor unterstützt.

    Auch von offizieller Seite wird die Initiative der privaten Organisatoren geschätzt: In Deutschland, wo in diesem Jahr der Europafinal stattfindet, steht das Bundesministerium für Wirtschaft hinter der Qualifikation, während Swiss Cyber Storm durch die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) unterstützt wird.

    Der Weg zum Finale
    Die Gewinner der Schweizer Qualifikation messen sich ab dem 16. September am Nationalen Finale in Sursee. Die zehn besten Finalisten werden anschliessend im November als Schweizer Team an die Europameisterschaft in Düsseldorf reisen. Dort gilt es, sich gegen die Teams der neun weiteren Länder zu behaupten. Den Gewinnern gebühren neben Ruhm und Ehre auch gute Chancen auf lukrative Jobangebote. Dazu führen die meisten Länder zusätzlich zu den Finalausscheidungen Networking-Events durch. So werden die Schweizer Finalisten zu Swiss Cyber Storm, einer am 19. Oktober in Luzern stattfindenden IT Sicherheitskonferenz, eingeladen.

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