Schweizer Datacenter ziehen Fachkräfte an

Andreas Siegrist (links) und Thomas Bossard, Produktmarketingmanager Citrix, sind überzeugt, dass die Datencenter in der Schweiz sicher sind. Andreas Siegrist (links) und Thomas Bossard, Produktmarketingmanager Citrix, sind überzeugt, dass die Datencenter in der Schweiz sicher sind.

    Der Trend ist markant: Gegenwärtig sind in der Schweiz ein Ausbau der Datacenter-Infrastrukturen und eine Entwicklung der Cloud-Services zu vermerken. Andreas Siegrist, Cloud-Experte der GIA Informatik AG, nimmt zu diesem aktuellen Thema Stellung.

    Die Meldungen folgen sich im Monatstakt: Im Mai 2018 verkündete Google, in einem Jahr eigene Rechencenter-Dienste aus der Schweiz bereitzustellen und eine Cloud-Platform-Region aufzubauen. Erst vor kurzem, im März, gab Microsoft bekannt, dass sie ihre Cloud-Infrastruktur in Europa erweitert und ab 2019 Cloud-Services aus eigenen Schweizer Datacentern anbieten will. «GIA begrüsst diesen Entscheid, da es eine Bestätigung des Datenstandortes Schweiz ist. Auch erhöht dies den Schub in Richtung Cloud. Ich hoffe, nun einen richtigen Boost zu erleben», sagt Andreas Siegrist, Lead ICT Architect und Leader des Solution-Architect-Teams bei GIA Informatik AG in Oftringen.

    Weniger Performanceengpässe
    Microsoft und Google seien zwar amerikanische Firmen, aber der Datenstandort Schweiz sei punkto Sicherheit besser, als wenn die Daten wie bisher in anderen Regionen in Europa oder global abgelegt werden. «Dadurch entstehen weniger Performanceengpässe und sind die Latenzzeiten kürzer», beurteilt Cloud-Experte Andreas Siegrist die aktuelle Situation. «Allerdings bestehen nach wie vor nicht dieselben Verbindungsmöglichkeiten wie beim Provider des Vertrauens in der Nähe des Firmenstandortes. Überdies gibt es in den Unternehmen möglicherweise regulatorische Einschränkungen, die besagen, dass kein amerikanischer Provider Zugriff auf die Daten haben soll.»

    Sogwirkung auf IT-Fachkräfte
    Einhergehend mit dem Ausbau der Datacenter-Infrastrukturen und des Cloud-Computings entsteht eine Sogwirkung auf IT-Fachkräfte in der Schweiz – und daraus resultieren zunehmend mehr Jobs. «GIA verzeichnet schon jetzt ein erhöhtes Bedürfnis nach Informatikern und sucht deshalb entsprechend geschultes Personal. Wenn Microsoft und Google mit ihren Datacentern in der Schweiz Fuss fassen, steigt die Nachfrage nach Cloud-Fachleuten nochmals recht deutlich an», erklärt Andreas Siegrist. Insbesondere gefragt sind Experten mit Fähigkeiten und Kenntnissen in Big-Data-Analyse, Cloud Security, Projektmanagement, Migration und mobilem Backend-Development.

    GIA Eingang des Hauptsitzes in Oftringen 0045 mittel

    «GIA setzt mit eigenen Datacentern seit Jahren auf den Datenstandort Schweiz und auf Schweizer Fachkräfte.»
    Andreas Siegrist, Lead ICT Architect und Leader des Solution-Architect-Teams bei GIA Informatik AG in Oftringen.

     

     

     

    Zur Wahl stehen drei Cloud-Formen

    GIA 1 Bild 3 Private CloudDie entscheidende Frage bei der Wahl des richtigen Cloud-Modells lautet: Welcher Content gehört in welche Cloud? GIA verfolgt ein Dreifachmodell: Private, Hybrid und Public Cloud. Als Cloud-Brokerin berät sie Unternehmen individuell, welche Möglichkeit am sinnvollsten ist. Und als Service-Anbieterin managt sie die entsprechende Form auch.

    1. Es gibt Firmen, die höchste Anforderungen bezüglich Datenschutz und Sicherheit haben und deshalb ihre Daten lieber in der Private Cloud hosten lassen wollen. Zum Beispiel SAP-Systeme, Legacy-Applikationen, Line-of-Business-Applikationen, Identitätsmanagement wie Active Directory. Vorteile der Private Cloud sind die physikalische Sicherheit und die Möglichkeit von flexiblen, nicht standardisierten Lösungen.
    2. «Wer von Azure-Funktionalitäten wie Self-Service und Automation profitieren und trotzdem wissen will, wo seine Daten sind, kann dies mit der Hybrid-Cloud-Lösung Azure Stack tun», erklärt Andreas Siegrist. «Überdies sind mit Azure Stack aus Schweizer Datacentern – aufgrund der kurzen Distanz zu den Kunden – hohe Geschwindigkeiten möglich.» Hervorzuheben sind Services wie IaaS und PaaS, so etwa SQL-Datenbanken.
    3. Aus der Public Cloud können SaaS-Lösungen wie Office 365 bezogen werden.

    Die Wahl der richtigen Cloud-Form ist entscheidend. «Je nach Version – beispielsweise das neue oder das alte Office – entstehen Abhängigkeiten und unterschiedliche Laufzeiten. GIA kennt diese Abhängigkeiten und kommuniziert sie den Kunden entsprechend», sagt Andreas Siegrist. 

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