«Bei GIA wählt der Kunde sein Cloud-Modell»

09. Februar 2017 Advertorial / Whitepaper
Andreas Siegrist ist Cloud-Architekt bei der GIA Informatik AG. Andreas Siegrist ist Cloud-Architekt bei der GIA Informatik AG.

    Für viele ist die Cloud auch heute noch ein Buch mit sieben Siegeln. Welches sind die Trends? Mit welchen Massnahmen begegnet man den Risiken? Der Cloud-Architekt Andreas Siegrist der IT-Dienstleisterin GIA Informatik AG beleuchtet im folgenden Interview diese moderne Art des Auslagerns von Computerfunktionen.

    Herr Siegrist, welche Trends sehen Sie 2017 im Bereich Cloud? 
    Andreas Siegrist: Die Entwicklung geht in Richtung Orchestrierung der Infrastrukturen. Diese basiert auf sogenannten Microservices, um die Aufgaben einfach, modular und skalierbar aufzubauen. Durch die weitere Vernetzung von «intelligenten Gegenständen» in Projekten rund um das Internet der Dinge werden Unmengen von Daten generiert. Diese Daten werden mit Analysefunktionen (Business Intelligence/Artificial Intelligence) strukturiert und ausgewertet.

    Weshalb entstehen regelmässig Diskussionen und Unsicherheiten über Private Cloud, Public Cloud und Hybrid Cloud?
    Die Cloud gibt es nicht. Das Pauschalisieren und Vermischen von Aussagen und Fakten zu Cloud-Themen fördert Unsicherheit. Durch das Schüren von Angst und das fehlende Wissen zum Thema Sicherheit werden diese Bedenken noch verstärkt. Die Services in der Cloud sind auch nicht sichtbar oder greifbar. In einer klassischen Infrastruktur können die Daten klar lokalisiert und «angefasst» werden.

    Was ist so wichtig an der Wahl der Cloud?
    Die Kunden vertrauen ihrem Cloud-Provider das wichtigste Gut an: ihre Daten. Aus diesem Grund ist das Vertrauen der entscheidende Punkt bei der Wahl des Anbieters! Dazu gehört auch, dass der Provider «ein Gesicht» hat, dass er greifbar für den Kunden ist und diesen auch beraten und unterstützen kann. Der Einstieg in die Cloud ist relativ einfach. Doch vor dem Einstieg sollten Sie sich bereits Gedanken zum Ausstieg machen. Denn eine vorhandene Exit-Strategie hilft, die vorstehend erwähnten Elemente der Unsicherheit zu minimieren. Ein weiterer Punkt bei der Wahl des Cloud-Anbieters ist der Datacenter-Standort. Denn der Speicherort der Daten bestimmt das anwendbare Recht. Elementar ist auch, dass der Kunde jederzeit Eigentümer seiner Daten bleibt. Die Verantwortung für die Daten obliegt ihm und kann nicht einem Provider übertragen werden. Auch deshalb ist es wichtig, dass der Kunde einen Provider wählt, dem er vertraut.

    Gibt GIA bestimmte Empfehlungen raus?
    Zuallererst gilt es festzuhalten, dass die Verlagerung von CAPEX- zu OPEX-Kosten mit den verschiedenen Cloud-Formen gleichermassen erreichbar ist. Public-Cloud-Services eignen sich vor allem für hochstandardisierte Services wie etwa Messaging oder Workloads, die während dem Betrieb skalierbar sein sollen und auch für Testsysteme, die nicht permanent verfügbar sein müssen (Pay-as-you-use). Private-Cloud-Services hingegen sind ideal, wenn niedrige Latenzzeiten benötigt werden. Durch die örtliche Nähe der Datacenter können niedrige Latenzzeiten kostengünstiger garantiert werden. Ein Tipp: Klassifizieren Sie Ihre Daten, sodass Sie die Art und Weise der Bearbeitung und der Speicherung der Daten steuern können.

    Wie begegnet GIA den Risiken, die durch die Cloud entstehen?
    GIA ist kein anonymer Betreiber, der Services an unbekannten Lokationen anbietet. Dies ist der wichtigste Punkt, um Vertrauen zwischen Kunden und Cloud-Service-Provider zu schaffen. GIA hat zudem ein IT-Security-Management-System aufgebaut und lässt dieses in diesem Jahr nach der Norm ISO/IEC 27001 zertifizieren. Des Weiteren können bei uns die Kunden entscheiden, welche Services sie in welchem Cloud-Modell beziehen wollen: Private-, Public- oder Hybrid-Cloud. Überdies arbeiten wir für Public-Cloud-Systeme primär mit Microsoft zusammen. Für die Microsoft-Cloud-Services sind die Besitzverhältnisse der Infrastruktur und die Standorte der Datacenter definiert.

    Welche vier Ratschläge gibt GIA Leserinnen und Lesern in Bezug auf die Cloud?

    • Definieren Sie zuerst Ihre Anforderungen an die Bearbeitung und Speicherung Ihrer Daten. Daraus können Sie ableiten, ob Cloud-Services in Frage kommen und wenn ja, in welcher Form.
    • Wägen Sie die verschiedenen Formen und Provider gegeneinander ab. Denn Cloud ist nicht gleich Cloud und nicht alles gehört in einen Public-Cloud-Service.
    • Haben Sie nicht grundsätzliche Angst davor, Cloud-Services einzusetzen. Wenn Sie Ihre heutige On-Premise-Infrastruktur ablösen wollen, sind Private-Cloud-Services oftmals eine gute Lösung.
    • Holen Sie sich Beratung und Unterstützung bei den Spezialisten und achten Sie auf vergleichbare Referenzkunden bei den Cloud-Providern.

    Wie wird sich die Cloud entwickeln?
    Grundsätzlich sind wir bei GIA überzeugt, dass die lokalen IT-Infrastrukturen bei den Kunden kontinuierlich abnehmen werden. Zulegen wird hingegen der Anteil der Public-Cloud-Services. Selbstverständlich werden auch die nächsten Jahre Services in privaten Datacentern angeboten. Hybride Lösungen werden den richtigen Mix zwischen Public- und Private-Cloud-Services bereitstellen. Die komplette Ablösung von Legacy-Systemen wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    Besten Dank für das Interview. 

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